Woraus setzt sich der individuelle Duft eines Parfums zusammen?
Der unverwechselbare Duft eines Parfums ergibt sich aus dem Zusammenspiel von drei aufeinander abgestimmten Grundlagen. Erste Grundlage ist die sogenannte Kopfnote, auf die mit Herznote bezeichnete, zweiten Schicht folgt. Letzte Grundlage des Duftes ist die Basisnote, der eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Kopf- und Herznote eines Parfums verfliegen als Erstes, erst dann kann sich die für den Duft charakteristische Basisnote voll entfalten. Ihren individuellen, bei jedem Menschen unterschiedlichen, Duft entwickelt die Basisnote in der Wechselwirkung zwischen der persönlichen Hautbeschaffenheit des Menschen und den jeweiligen Parfumaromen.
Verschiedene Duftnoten, die den Charakter des Parfums prägen
Fast alle Parfumkreationen enthalten Bergamotte als Kopfnote. Das frische Aroma mit seinem klaren, frischen Duft wirkt stimmungsaufhellend und energiegeladen. Rosenholz hingegen verbreitet einen blumigen, warmen
und leicht holzigen Duft. Speziell für sehr aromatische Parfumdesigns ist Rosenholz unverzichtbar.
Eine sehr alte Duftnote in der Parfumherstellung stellt Sandelholz dar. Sein warmer, leicht süßer Duft bleibt lange Zeit nahezu unverändert und wirkt als Verstärker für weitere Duftnoten des Parfums. Sandelholz findet vor allem in hochpreisigeren Parfums Verwendung, da es zu den teureren Rohstoffen der Parfumherstellung zählt.
Das aus den Blättern des südostasiatischen Patschulistrauches gewonnene Öl ist vor allem in orientalisch anmutenden Parfums unverzichtbar. Patschuli als Basisnote sorgt für die Haltbarkeit des Duftes und wirkt
sehr anziehend.
Ebenfalls in orientalischen Düften sehr häufig vertreten ist das Aroma der Vanille. Sein lang anhaltender Duft harmoniert hervorragend mit Kräutern und Gewürzaromen orientalischer Natur.
Moschus ist als Originalrohstoff, der aus Drüsen der Moschusochsen gewonnen wird, heute nahezu unbezahlbar. Das unverwechselbare Moschusaroma wird heute synthetisch gewonnen und wirkt mit seinem feinen, holzigen und ganz leicht süßlichen Aroma erotisierend.
Das Öl der Tuberose mit seinem schweren, sehr süßen aber dennoch blumigen und äußerst sinnlichen Aroma ist eine der meistbegehrten Rohstoffe der Parfümeure. Seinen Einsatz findet Tuberose meist in sehr modernen, extravaganten und blumigen Duftkreationen.
Herrendüfte beinhalten meist eher holzige, würzige und leicht herb wirkende Duftnoten. Neben dem holzigen, würzigen Koriander werden daher für Herrendüfte auch Tabak und Weihrauch eingesetzt. Tabak verfügt über einen warmen, moosig anmutenden Duft und erinnert an das Aroma frisch getrockneter Tabakblätter. Weihrauch wird aufgrund seiner harzigen Note mit einem Hauch holzigem Aroma und einer schwachen Zitrusnote als Kopfnote für holzig-herbe Duftkreationen eingesetzt.

Oktober 22nd, 2011
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